7 Schritte wie du Intimität verstehen und leben kannst

 

Wenn du hier auf meiner Seite angelangt bist, sehnst auch du dich nach mehr Erfüllung, Intimität, guten Sex und seelischer und körperlicher Gesundheit. Um klar zu stellen was Intimität nicht ist: Intimität ist nicht dieses anfängliche Gefühl des verliebt seins, der Verschmelzung und der erquickenden Höhenflüge. Intimität ist auch nicht ein schönes und nettes Zusammensein. Intimität wird auch nicht deine Sehnsucht nach Anerkennung und Zustimmung stillen, sondern dich lehren in deinem Selbstwert vollkommen und aufrichtig dazustehen. Es geht nicht um das *um zu...", das heisst, dein Gegenüber durch dein Verhalten zu verändern, um Liebe zu bekommen, anzukommen und Nähe zu bekommen.

 

Es geht darum verantwortungsbewusst und dauerhaft die Veränderungen vorzunehmen, die uns erlauben auf Dauer echte Nähe zu erfahren.

 

Es scheint so, als wären Frauen eher darum bemüht die Qualität in einer Beziehung aufrechtzuerhalten und Männer eher weniger bemüht, wenn es um das Pflegen der emotionalen Nähe und um Verbundenheit geht. Es ist Zeit diese alten und konditionierten Verhaltensweisen zwischen den Geschlechter zu verändern. Sowohl Frauen wie Männer müssen bereit sein, die nötigen Veränderung auf der Zwischenmenschlichen Ebene zu machen. Diese Veränderung ist nicht einfach und auch nicht bequem und fordert von beiden Seiten Einsatz.

 

Zeit, Interesse, Aufmerksamkeit und Pflege für eine tiefere Verbindung ist eine Investition die beide machen müssen. In unsere Leistungsorientierten Gesellschaft setzten Männer und auch immer mehr Frauen den Fokus darauf das ICH zu zelebrieren durch Erfolg, neue Kunden und Aufträge. Das ist ok. Das Interesse füreinander darf jedoch nicht mehr nur bei der Frau liegen. Solange sich nur ein Partner um die Qualität der Beziehung bemühen, ist die Motivation des Gegenübers das Verhalten zu verändern klein. Nur durch andere können wir unser Selbst wirklich spüren und nur durch ein klares und aufgerichtetes Selbst können wir für andere wirklich da sein und echte Verbundenheit schaffen.

 

Was die Sehnsucht nach Intimität von uns fordert


 

Intimität ist das subjektive (d.h. einseitige) Gefühl der Selbsterfahrung und Selbstpreisgabe (also "Sich-Erfahren") in Gegenwart eines anderen Menschen. Diese Selbstpreisgabe ist dann vom anderen wahrnehmbar, wenn sie offen, nicht absichtlich verfälscht oder verstellt und damit authentisch ist. Die Selbsterfahrung (d.h. die Wahrnehmung der eigenen Gedanken und Gefühle und die Auseinandersetzung mit sich selbst) ist eine notwendige Vorbedingung, um sich authentisch offenbaren und dabei erleben zu können. (Definition aus dem Buch von T. Ruland " Die Psychologie der Intimität" in Anlehnung an Malone und Schnarch).


 

Seelische und körperliche Gesundheit, ein gutes Selbstwertgefühl, die Klärung eigener Gefühle und Verstrickungen, der Entscheid sich mit der eigenen Lust und sexuellen Energie auseinander zu setzen und eine unerschütterliche Leidenschaft sich am eigenen Leben zu erfreuen und es so zu gestalten wie es sich für gut anfühlt sind Aspekte, die Frauen gemeinsam haben, wenn sie selbstverantwortlich ihr Leben in die Hand nehmen. Erfahre hier was Intimität von uns fordert, wie wir sie verstehen und leben können.

 

1. Sein wie wir sind

 

Intimität forder von uns, dass wir den Mut haben genau so zu sein wie wir sind und Muster der Unterwerfung, Unabhängigkeit, Anpassung und Unzulänglichkeit ablegen. Wir Frauen müssen verstehen, dass Intimität nicht dazu da ist, um Anerkennung oder Zustimmung zu bekommen. Geschichtlich und gesellschaftlich betrachtet, haben wir gelernt unser ICH zu verkaufen zu Gunsten des WIRS, während dem der Mann sein ICH zelebrieren soll, durch Erfolg und Ansehen. Sich um sich selbst zuerst zu kümmern, und das auf eine lustvolle Art und Weise, löst immer noch Scham - und Schuldgefühle aus. Bis wir verstehen, dass wir die Nahrung sind für uns selbst und die Menschen um uns herum.

 

Die Aktivierung unserer sexual Energie, Selbstliebe und die Stärkung unseres Selbstwertes sind nicht nur spirituelle Aspekte, sondern auch ganz praktisch biochemische Prozesse, die wir im Körper auslösen, jedesmal, wenn wir lustvolle Momente in unsren Alltag erleben. Lustvoll bedeutet alles was wir bewusst, achtsam und mit allen Sinnen geniessen. Selbstliebe, Orgastisches Sein und Lust lösen die Ausschüttung von Oxytozin, Serotonin und Dopamin aus und senken das "sich schlecht fühlen" Hormon Cortisol.

 

Den Einfluss den wir auf unsere Mitmenschen haben durch das dass unsere Energielevel steigt ist enorm. Darum sage ich immer, dass Frauen lernen müssen sich zuerst zu pflegen, selbst zu ermächtigen und frei von Altlasten zu machen und es wird zum Akt der Nächstenliebe.

 

 

2. Wahrheit schafft Nähe und Vertrauen

 

Intimität fordert von uns, dass wir uns selber kennen und in Kontakt mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen sind. Sie klar und unmissverständlich auszudrücken liegt in unserer Verantwortung. "Speaking the truth is verbal Orgasm", ist ein Statement, welches ich im Coaching Programm in New York viel gehört habe. Ehrlichkeit schafft Nähe, klärt die Beziehungen und macht die Bahn frei für Intimität. Die Fähigkeit die Intensität auszuhalten, wenn das gegenüber offen und ehrlich ist und von seiner ehrlichen Wahrnehmung spricht, ist eine von mehreren Fähigkeiten die wir erlernen müssen.

 

Viele Frauen sind sich oft gar nicht bewusst, wie sehr sie sich, ihren Sex und ihr ganzes Leben nach den Wünschen und Bedürfnissen anderer Menschen richten. Sie wurden nicht so erzogen und geprägt, die eigene Meinung selbstverständlich auszusprechen, sich die Erfüllung von sexuellen Wünsche und Vorlieben einzugestehen und über ihre ganz persönliche Geschichte mit anderen Frauen im Vertrauen zu reden. Eine Übung die ich meinen Kundinnen gerne mit gebe ist die Desire Inventory. Eine Schreibübung in der du dir einen Timer auf 30 Minuten stellst und dich an deine göttliche Kraft richtest und mit schnellem Schreiben und ohne den Stift abzusetzen, deine Wünsche beginnst aufzuschreiben.

 

Kleine Schritte:

  1. Sage dem Zeitungsträger er soll die Zeitung bei Regen bis an die Tür bringen
  2. Dem Vater der Kinder sagen, dass er sie in meiner Anwesenheit nicht kritisieren soll
  3. "Weil ich Lust habe.." Als Antwort, wenn du dir Zeit fürs nichts tun oder für deinen Spass nimmst und dies von anderen kontrollierenden Menschen in Frage gestellt wird. Ohne Rechtfertigung!

3. EineN klaren Standpunkt einnehemen

 

Intimität fordert von uns, dass wir einen klaren Standpunkt einnehmen können. Kennst du Momente in denen du wie ein Blatt im Wind bist? Je nach dem was andere tun, sagen, vorschlagen oder fühlen, so tust, sagst und fühlst du es auch? Setze dich mit deinen Werten auseinander und stärke deinen Selbstwert.  Es schafft in uns die Offenheit, Flexibilität und Verspieltheit, die nicht Abhängig ist von geschlechtsspezifischen Rollen. Das heisst, dass eine befreite Sexualität sich dort abspielt, wo wir in uns stabil sind und wir die Fähigkeit entwickelt haben, nicht in typisch weiblichen oder männlichen Verhaltensweisen zu verharren, sondern in uns die Freiheit und Sicherheit haben, zu spielen, den Partner aktiv zu verwöhnen oder die Situation zu führen oder sich hinzugeben und zu vertrauen. Das gilt für Männer und Frauen.

 

4. Klare Grenzen

 

Intimität fordert von uns, dass wir uns klar darüber sind, was wir akzeptieren und was nicht. Das setzt unsere persönlichen Grenzen und wir tragen die Verantwortung, dass diese Grenzen klar kommuniziert und eingehalten werden. Frage dich:

  1. Was kann ich tolerieren und was überhaupt nicht?
  2. Wie will ich, dass mit mir umgegangen wird?
  3. Wie viel Freiraum und Nähe brauche ich, um eine Balance zwischen meinem persönlichen Spielraum und der Nähe zu meinem Gegenüber fühlen zu können?

In meinem Coachingangebot kann es sehr lustvoll und befreiend sein sich mit den eigenen grossen und kleinen "Desires" auseinander zu setzen.

 

5. Erlaubnis erteieln

 

Intimität fordert von uns, dass wir unserem Gegenüber genauso die Freiheit den eigenen Gefühlen, Gedanken und Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen, ohne dass wir dazu neigen, die Verbindung zu unterbrechen, wenn er oder sie sich nicht so verhaltet oder fühlt, wie wir uns das vorstellen und ihn auch nicht verändern, überzeugen oder ihn bestimmen zu wollen. 

 

2 Übungen für dich:

 

  1. Stelle eine Liste von Alltagssituationen im Privat - oder Berufsleben zusammen, in denen du dich unterwirfst oder deine eigenen Bedürfnisse für andere opferst.
  2. Übe dich darin andere Menschen zu bitten, etwas für dich zu tun und sich um dich zu kümmern. Bitte um konkrete Hilfe. Achte darauf, dass zwischen dem was du gibst und empfängst eine Ausgewogenheit entsteht.

 

Jeder von uns sollte die Kompetenz entwickeln das eigene innere System in Balance bringen zu können und es dem Gegenüber genau so zuzugestehen. In gesunden Beziehungen in denen wir werde Retter, Opfer noch Täter sind, sonder ermächtigte Erwachsene die bleiben und bereit sind am eigenen Charakter zu arbeiten.

 

6. Sich selber treu sein

 

Intimität fordert von uns, dass keiner der Partner sich weder aufopfert, stillschweigend akzeptiert oder sich selber verleugnet. Frage dich:

  1. Wie oft sage ich dem Frieden zu liebe Ja und fühle Nein?
  2. Wie oft bleib ich still um die Verbindung nicht zu gefährden und finde für meine Bedürfnisse keinen Ausdruck?
  3. Wie oft gebe ich vor nicht zu brauchen und gehe leer aus?

Übe dich darin dich mit anderen Menschen auseinander zu setzen, anstatt dich anzupassen. Äussere deinen Ärger auf eine angemessene Weise unmittelbar, wenn du es fühlst.

 

7. Balance finden

 

Intimität fordert von uns, dass wir selber in uns eine Balance finden zwischen Stärke und Verletzlichkeit, so wie Schwäche und Kompetenz. Kennst du deine Stärken und Gaben? Hast du dich mit deinen negativen Glaubensmustern und inneren Fallen auseinandergesetzt? Erlaubst du dir Schwäche zu zeigen? Stehst du selbstbewusst und klar für deine Talente und Gaben ein?

 

  1. Kennst du deine Gaben? Das was Menschen an dir lieben? Frage Menschen in deinem näheren Umfeld eine Woche lang: "Liebe/r  ..., was schätzt du an mir besonders? Welche Eigenschaften machen mich deiner Meinung aus?"
  2. Werde dir deiner Muster klar, die in deiner Kindheit entstanden sind und wo sie heute noch greifen. Widerstehe in ähnliche Situationen die Muster von Anpassung und sich Kleinmachen zugreifen zu lassen.

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