BRAUCHE ICH ZEIT FÜR MICH ODER BIN ICH REAKTIV?

Es geht um den Akt des "sich einlassens", was nichts anderes ist, als sich mit der Erfahrung von jemand anderem zu verbinden. Wenn wir mit jemanden so sehr mitfühlen, ist die natürliche Folge davon, dass wir die Erfahrung anderer in unserem eigenen Körper spüren.

 

Sehr sensitive, mediale, empathische und oft auch traumatisierte Menschen, fühle die Erfahrung anderer oft unzensuriert mit. Das kann dazu führen, dass sie sich selbst verlieren, Bilder, Ideen oder die Energie anderer mit der eigenen vermischen und sich verlieren.

 

Intimität zeigt uns, dass es nicht darum geht sich zu entziehen oder gar damit aufzuhören sich auf andere einzulassen, sondern darum wahrzunehmen MIT WEM WIR die meiste Zeit unseres Tages eingestimmt sind.

 

Wenn wir ständig mit anderen Menschen somatisch verbunden und mitfühlend sind, verlieren wir den Bezug zu unserer eigenen Realität und Bedürfnisse und machen uns von anderen abhängig.

 

Wenn wir also reaktiv sind, werden wir abhängig von Partner, Mentoren, Suchtmittel, Erfolg, Shopping, Essen oder Kinder, damit wir uns besser fühlen, wachsen und weiterentwickeln können.

 

Das ist so, weil wir uns so sehr daran gewöhnt haben den Zustand anderer in unserem Körper zu fühlen, dass wir damit beginnen andere zu brauchen, um uns zu regulieren oder wir lehnen andere ab, greifen sie an oder kritisieren sie, weil wir uns nicht differenzieren können.

 

Ein empathischer Mensch, der sich selbst gut regulieren kann, ist im eigenen Körper zu Hause, die Trigger im Aussen, die Andersartigkeit anderer und die nicht idealen Zustände und Veränderungen lösen in ihm keine Reaktivität aus, sondern Neugier.

 

Zeit für sich zu haben, um sich selbst regulieren zu können ist fundamental, um authentisch, intim und ekstatisch in Beziehung zu sein, beruflich und privat.

 

Wenn wir Zeit für uns brauchen und uns dabei von anderen trennen, weil wir nicht fähig sind im Beisein anderer bei uns zu bleiben, dann sind wir reaktiv und agieren aus Angst.

 

In der Kunst der Intimität lernen wir, was wir zuvor noch nie können mussten: In schwierigen Momenten und trotz Unwohlsein neugierig, offen und verbunden zu bleiben.

 

Von dort aus können wir herzoffen Grenzen setzen, Nein sagen, Ja sagen oder neu verhandeln.

 

 

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