Verletzlichkeit vertieft deine Beziehungen

Die unreife Form von Gefühle, hat mich schon immer nervös gemacht. Selbstmitleid, Jammern, Klagen, Hilflosigkeit

und Opfer, lösten in mir den Zwang aus zur Verfügung stehen zu müssen und zu retten.

Ich lebte in Geschichten wie:

 

Wenn ich grenzenlos zur Verfügung stehe, bin ich wichtig und liebenswert. Der Zwang helfen zu müssen war wie eine unsichtbare Falle: "Ich muss jetzt alles aufgeben, damit es dieser Person wieder gut geht."

 

Ich fühlte diese Ohnmacht gegenüber Menschen, die keine Verantwortung für sich übernehmen und übernahm sie auch nicht für mich. Es war schwierig für mich präsent zu bleiben, wenn jemand "schwach" wurde.

 

Ich musste mich mit meiner eigenen Bedürftigkeit und echten Wünschen auseinandersetzen. Ich begegnete der Sucht nach Drama, nach gebraucht werden wollen, nach Kontrolle.

 

Und dann gleich das Gefühl der Scham hinterher.

 

Mein Weg? Meine tägliche Praxis?

 

Ich habe gelernt mit meiner eigenen Verletzlichkeit in Kontakt zu sein, wie ich mich durch meine wahre Lust und Power authentisch ausdrücken kann, ohne mich dafür falsch zu fühlen.

 

Ich habe erlebt, wie gnadenlose Transparenz, Verletzlichkeit und Wahrhaftigkeit, ALLES in mir öffnet und mit den richtigen Menschen Verbundenheit schafft. 

 

Ja, mit den richtigen Menschen. Menschen die Verantwortung übernehmen, in sich investieren und ihre Projektionen erkennen und dafür gerade stehen.

 

Die Erfahrung, Verbundenheit und Verletzlichkeit erleben zu dürfen, ohne dafür therapiert, beratschlagt oder bemitleidet zu werden, war sehr heilend für mich. Keine Retter, keine Opfer, keine Täter.

 

Nur aufrichtige reflektierte Menschen.

 

Auch erlaubte es mir, in meiner Mitte und präsent zu bleiben, wenn sich jemand in seiner eigenen Verletzlichkeit zeigt, was schlussendlich Intimität ist: Sich offenbaren ohne damit rechnen zu können, was das Gegenüber damit tut. Sich selber beruhigen und erden können.

 

Gegenseite echte Verletzlichkeit ist ein riesen TURNON für mich.