Sich schützen oder lieben? Arbeitsblatt: Erkenne deine Schutzstrategien

Sich schützen oder lieben? Arbeitsblatt: Erkenne deine Schutzstrategien
Sich schützen oder lieben? Arbeitsblatt: Erkenne deine Schutzstrategien

 

Du willst wieder lieben können, trotz schlechter Erfahrungen? Du willst mehr? Du willst echte und erfüllende Beziehungen in deinem Leben? Bist du bereit dazu? Dich verletzlicher und offener zu zeigen? Kannst du selber dich so annehmen wie du bist oder gibt es immer noch ungefühlte Aspekte in dir, die eine intime und echte, reale Beziehung verhindern? Wenn wir das Gefühl haben uns schützen, verteidigen oder rechtfertigen zu müssen, handeln und fühlen wir nicht aus unserer Erwachsenen Ebene. Schutzstrategien verhindern die Nähe und Intimität, die du dir ersehnst.

 

Finde in diesem Artikel deine eigenen Schutzstrategien heraus. Wie fühlt es sich an, dir zu erlauben immer wieder zu lieben, egal was war?

 

Gebunden Kraft an deine Prägungen erschafft deine Probleme

 

Immer wieder bin ich beeindruckt, wenn sich in meinen Seminaren und Coachings, bei meinen Kundinnen Muster zeigen, die ihnen zuvor nicht bewusst waren. Auch du kannst in Kontakt mit deinen Verhaltensweisen und Gefühlen kommen, die du bis anhin als gegeben oder Teil deiner Persönlichkeit dachtest und mit der Kraft deiner Präsenz innere Freiheit erfahren. Wann hast du das letzte mal tief durchgeatmet, deinen Körper bewusst wahrgenommen, Tränen der Heilung zugelassen und dir erleichterndes Lachen erlaubt? Deine Schutzstrategien zeigen sich in deinem Verhalten. Sie steuern dich unbewusst und es ist gut sie zu erkennen und zu lösen.

 

Solange deine Kraft an deine Prägung gebunden ist, das heisst du dich vollkommen damit identifizierst, verhältst du dich unfrei. Du bist andauernd damit beschäftigt dich zu schützen, zu verteidigen, dich zu kritisieren, die äussere Welt als Feind wahrzunehmen oder noch besser, schlanker, erfolgreicher oder attraktiver, einfach anders, sein zu wollen.

 


 

Dich spüren und keinen Millimeter abzuweichen von der inneren Wahrnehmung, hilft dir, in dich hinein zu schmelzen. Erforsche deine innere Landkarte und erkenne deine ursprünglich Kraft. Mit der Kraft deines Bewusstseins erschaffst du eine innere Brücke zur Liebe und Intimität, nach der du dich so sehr sehnst.


2 Schutzstrategien die Intimität erschweren

 

Vielleicht fragst du dich, ob du auch solche Schutzstrategien hast.  Anhand von 2 Beispielen und einem Arbeitsblatt "Erkenne deine Schutzstrategien" unterstütze ich dich dabei dein Verhalten besser zu verstehen.

 

Beispiel 1: Macht und Kontrolle

 

Bist du als Kind zu sehr in deinem Wunsch nach Autonomie und Kontrolle verstört worden, dann kann es sein, dass du Glaubenssätze wie: "Ich bin dir ausgeliefert" oder "Ich bin ohnmächtig" entwickelt hast. Um diese möglichst nicht zu spüren, kann es sein, dass du heute als Erwachsene nach Kontrolle und Macht strebst, weil das Kind in dir ständig besorgt ist, in eine unterlegene Position zu geraten.

 

Frage dich: Willst du in Beziehungen, Situationen, Gesprächen immer die Oberhand behalten?

Was löst die Vorstellung von Nähe in dir aus?

 

Nicht wenige Menschen leiden unter Bindungsangst, weil sie Nähe mit Ausgeliefert sein verknüpfen. Weichst du Liebesbeziehungen aus oder schaffst du immer wieder Distanz, aus einem Gefühl von Angst, zu deinem Partner? Auch das Gegenteil kann der Fall sein, nämlich dann, wenn dein inneres Kind schon resigniert hat. Bindest oder klammerst du dich gerne an Menschen, die du als mächtig oder dominant erlebst? Ordnest du dich freiwillig unter?

 

Vielleicht kennst du das auch aus deinem Leben, dass du dich auf ungesunde Beziehungen eingelassen hast, in denen dein Partner sehr dominant oder missbräuchlich war.

 

Beispiel 2: Harmonie und Ausgleich

 

Wurdest du in deinem Wunsch nach Bindung frustriert, könnte es sein, dass du Glaubensmuster in dir entwickelt hast, wie: "Ich bin allein" oder "Ich darf mich nicht wehren". Vielleicht kennst du anklammerndes Verhalten und das ständige auf Harmonie und Ausgleich bedacht sein, um bloss die Nähe zu anderen Menschen nicht zu verlieren?

 

Frage dich: Wie fühlt es sich an, wenn andere Menschen dich ablehnen?

Erlaubst du dir deine gesunde Wut, als kreative Schubkraft zu spüren und sprichst du deine Wünsche und Gefühle offen aus?

 

*Harmoniestreber* schlucken oft runter und legen ein passiv aggressives Verhalten an den Tag, welche sich in Widerstand, Kritisieren oder Schmollen, u.v.m., zeigen kann.

 

Weitere Schutzstrategien sind:

  • Perfektionismus
  • Realitätsverdrängung
  • Projektion und Opferdenken
  • Helfersyndrom
  • und viele mehr...

Finde anhand dieses Arbeitsblattes heraus, welche Schutzstrategien in dir unbewusst die Führung haben. Es beinhaltet einen Test, der dir aufzeigen soll

  • welche Prägungen dein Verhalten immer noch beeinflussen 
  • wie deine Schutzstrategien dir auch dienlich sein können
  • wie deine innere Erwachsene Frau, dein Kind an die Hand nehmen kann
Download
Erkenne deine Schutzstrategien1.pdf
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Wenn du merkst, dass du hier viel innere Stimmen und Glaubensmuster hast, die dich steuern und deine Weiblichkeit und Sexualität sabotieren, ist es gut dir Unterstützung zu holen.  Das Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden " von Stefanie Stahl, kann ich dir diesbezüglich sehr empfehlen.

 

Zusammenfassung

 

Zum Jahresende liebe ich es Innen - und Ausschau zu halten. Ich gehe das Jahr noch einmal durch und beobachte mich in der Rückschau in meinen freudigsten und ängstlichsten Momenten und richte mich neu für's kommende Jahr aus. Lass mich im Kommentar wissen, ob du für dich herausfinden konntest, welche Schutzstrategie(n) dich unbewusst steuern und was du loslassen bzw. im neuen Jahr einladen willst.

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