My story: Unterdrückung der weiblichen Lebenskraft

Unterdrückung der weiblichen Lebenskraft
Unterdrückung der weiblichen Lebenskraft

 

Wenn ich Frauen ermuntere ihre Wildnatur und Intuition zu erwecken, dann meine ich damit, diese innere spontane und unzensurierte Kraft. So wie ein Baum vor Lebenskraft strotzt, wie eine Blume ihren Duft verströmt und ein wilder Bergbach seinen Weg ins Tal findet. Unmittelbar zu sein, heisst zu sein wie du bist und es in dem Moment anzuerkennen. Bist du traurig? Dann bist du es eben. Zeige dich traurig. Menschen die mit deinem unmittelbaren Sein nicht umgehen können, gehören nicht in dein Leben oder du musst ihnen zeigen, wie sie mit dir umgehen sollen. 

 

Ich habe oft genug erlebt, was es heisst entwürdigt oder kleingehalten zu werden, wenn ich in Kontakt war mit meiner Wildnatur. Kritische Äusserungen, Mahnungen oder gar Liebesentzug waren gute Mittel, um mich zu züchtigen. Doch, der Preis ist zu hoch! Deine Seele und dein Körper leiden, wenn du nicht wild sein kannst. Begegne deiner spontanen Freude wieder, ohne dass sie zuerst durch deinen Verstand gefiltert wird. Hole deine Wahrnehmung zurück in deinen Körper und mitte dich ein.

  

Wie unsere Vergangenheit unsere Sexualität und unsere Beziehungen beeinflusst

 

Verletzungen und schlechte Erfahrungen in unserer Kindheit, haben uns geprägt und beeinflussen uns in unserem Alltag, in unseren Beziehungen und in unserer Sexualität. Die Basis gelebter Intimität ist jedoch, das in Frieden sein mit sich selbst. Ist dieser innere Frieden in uns nicht gegeben, dein innerer Raum nicht geklärt, lässt du dich immer und immer wieder auf Menschen und Situationen ein, die dir nicht guttun, die dir deine Kraft rauben und du erlebst keine Liebe, kein Wachstum und keine erfüllende Intimität. Es ist dann mehr ein Brauchen oder ein zur Verfügung stehen.

 

Wenn sich Paare trennen, ist es oft so, dass sie sich zuerst selber wiederfinden müssen. Viele Menschen verlieren sich in langen Beziehungen, geben sich auf, gehen zu viele Kompromisse ein und wissen gar nicht mehr, was sie eigentlich wollen, wer sie sind, was ihnen guttut.

 

Eure Seele ist oft ein Schlachtfeld, auf dem Eure Vernunft und euer Verstand Krieg gegen Eure Leidenschaft und eure Gelüste führen.

Könnte ich der Friedensstifter in Eurer Seele sein und den Missklang und die Zwietracht eurer Wesen in Einklang und Harmonie verwandeln!

Aber wie kann ich das sein, wenn ihr nicht selber auch Friedensstifter seid, nein, mehr noch, euer ganzes Wesen liebt?

Eure Vernunft und Eure Leidenschaft sind das Ruder und die Segel eurer seefahrenden Seele.

Gibran Khalil Gibran

 

Eine persönliche Geschichte

 

In meiner Kindheit war viel Dunkelheit um mich herum. Das hat mich zu tiefst geprägt. Über viele Jahre in Therapie und innerer Arbeit, begegnete ich diesem inneren, verkümmerten, dunklen Mädchen. Die Arbeit mit meinem inneren Kind war schmerzhaft. Denn es schien so, als wollte es nicht mit mir in Verbindung sein. Es hatte das Vertrauen verloren. So stark war die Überzeugung meines inneren Kindes, nicht liebenswert und böse zu sein. So unvorstellbar, dass es Hoffnung gibt, dass es Liebe gibt. Was mich am meisten berührt hat auf meinem Weg?

 

Das waren Momente in denen ich erlebte, dass ich meinem Mädchen vieles zu verdanken habe. Erfahrungen, in denen Menschen keine Angst vor meiner Verletzlichkeit hatten und in ihrer Präsenz blieben. Sie glaubten an mich und sahen meine Stärke, es bis hierher geschafft zu haben. Sie waren mir voraus und erinnerten mich an mein Licht. "DU lebst" hallte es mir entgegen. Es ist nicht so, dass ich sonderlich gerne über mich persönlich schreibe.

 

Was mir Hoffnung schenkte

 

Doch, was hatte mich über all diese Jahre getragen? Woher kam dieser Wille weiter zu gehen? Was gab mir Hoffnung? Was in mir war so rebellisch, sich dem Ganzen nicht zu unterwerfen und immer weiter und weiter nach zu forschen? Was ist wahr? Was ist menschengemacht? Nach einer Therapiesitzung, in der ich wieder einmal in Kontakt kam mit diesem inneren Kind und so erstaunt war, ab dieser Dunkelheit, bäumte sich etwas in mir auf. "Nein!", rief es in mir. Ich wollte keine Diagnose mehr. Ich spürte, dass da etwas grösser ist, als meine Geschichte und als eine Diagnose.

 

Ich spürte zum ersten mal in meinem Leben Hoffnung. Ein Licht am Ende des Tunnels. Ich sah meinen Seelenweg zum ersten Mal. Da schmolz mein Herz. Es wurde weich und ich hatte Augenpippi. Und was gab mir diese Hoffnung? Die Verbundenheit zu mir. So einfach, verletzlich, ehrlich und kraftvoll fühlte sich diese Verbindung an. Ich spürte eine so starke Verpflichtung mir gegenüber, in dieser neuen Verbindung zu mir, dass nichts auf dieser Welt mich hätte davon abbringen lassen, diese Verbindung abzubrechen. Seit diesem Tag ist die Verbindung zu mir, meine Stärke, meine Klarheit und mein Wegweiser.

 

Mein Körper, mein Freund

 

Etwas in mir, war jedoch immer gesund. Mein innerstes Feuer wurde nie berührt. Kein Elend um mich herum, hat meinen innersten Willen je gebrochen. Wer oder was hat mich nicht ganz aufgeben lassen? Wer oder was in mir schenkt mir diese Präsenz in der Begegnung mit Menschen? Wer oder was schenkt mir Zugang zu dem was ist? Mein Körper ist mein engste Vertrauter. Natürlich habe ich ihn auch übergangen. Doch ich war und bin stets in inniger Verbindung mit ihm. Er ist mein Sensor und meine weise Führung. Er zeigt mir, ob eine Situation, Menschen oder Dinge gut für mich sind oder nicht.

 

Doch der Intuition in mir wirklich zu trauen, die innere Stimme lauter werden zu lassen und ihr zu vertrauen, das brauchte seine Zeit. Ich musste lernen zu unterschieden von den Bedürfnissen anderer und meinen. Ich musste spüren, wann ich etwas tat, sagte und fühlte, um geliebt, gesehen, angenommen, zu werden und wann war ich "pur". Diesen Prozess des Gewahrsein ist ein lebenslanger Weg. Wichtig ist ihn zugehen. Schritt für Schritt.

 

Wenn Euer Lehrer wirklich weise ist, fordert er euch nicht auf,

ins Haus seiner Weisheit einzutreten,

sondern führt Euch an die Schwelle

eures eigenen Geistes.

 

Sexualität, ein Ort absoluter Ehrlichkeit

 

In der intimen Begegnung spüren viele Frauen unbewusst, als müssten sie sich oft entscheiden, zwischen dem was sie wirklich wollen und dem was sie tun müssen, um eine gute Liebhaberin zu sein. Es entsteht eine innere Überzeugung, dass ihr wahres Fühlen niemanden interessiert. Und sie wissen nicht wie sie Wege und Räume schaffen können, um in Sicherheit und Achtsamkeit sich für die intime Begegnung zu öffnen. Je stärker die Verbundenheit jedoch wächst, desto eher wagen sie sich ehrlicher zu sein und sich verletzlicher, berührbarer und empfindsamer zu sein. Dies ist der Nährboden für Intimität und Erfüllung.

 

Deine Lust am Leben, deine Verspieltheit und dein unmittelbares Sein holen dich zurück, egal was war. Ich bin diesen Weg gegangen und gehe ihn immer noch. Innere Antreiber, Saboteure und Spielverderber brauchen wir nicht mehr. Vertraue darauf, dass diese Dunkelheit in sich ein Geschenk trägt. Das will in die Welt. Die Welt braucht dich, als liebende, sensitive und lustvolle Frau.

  

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Kommentare: 3
  • #1

    Gabriela (Donnerstag, 25 Februar 2016 08:26)

    Danke, für deinen Mut einen Teil deiner Geschichte mit uns zu teilen und dadurch anderen ebenfalls Mut zu machen!

  • #2

    Laura (Donnerstag, 25 Februar 2016 16:29)

    Danke für deine Rückmeldung, liebe Gabriela. Ich freue mich sehr darüber. Ich möchte Mut machen und Hoffnung schenken.
    Herzliche Grüsse
    Laura

  • #3

    silvia (Dienstag, 25 April 2017 21:04)

    Liebe Laura danke für deine herrliche offene Ehrlichkeit bin selbst in so einen Prozess im momment und da war dein text wie Balsam für mich daaaankeeeeee herzliche Umarmung Silvia