Weil wir nicht angefasst, sondern tief berührt werden wollen

Die letzten 6 Jahre habe ich mich auf die Kunst der intimen Berührung eingelassen. Ich habe zwei verschiedene Erfahrungen beobachtet: Berührung kann sehr unangenehm sein und nicht jede Berührung hat mich wirklich berührt.

 

Ich erforsche durch die Linse der Intimität, so eine simple und alltägliche Thematik, wie die Berührung und bin so erstaunt was ich dabei entdecke, denn Berührung ist nicht gleich Berührung. Ich habe erforscht, wie die Qualität der Berührung so anders empfunden werden kann, je nachdem ob sie intim ist oder nicht.

Meine Kunden und ich, sind nicht interessiert an oberflächlichen - vor dem Fernseher liegen und - die Füsse massieren und - uns dabei innerlich nicht berühren zu fühlen. Anfassen ist in einer intimen Partnerschaft vollkommen wertlos. Wer einen Partner berührt, dann bitte die Seele gleich mit. Und die Seele mag unbewusste, mechanische und oberflächliche Berührungen nicht.

 

Durch die sehr maskulin geprägte Sexualität, die wir alle erleben, kann uns die Lust an der Lust und berühren verloren gehen oder, wenn wir wieder einmal achtsame Berührung erleben, sind wir uns dieser Intensität nicht mehr bewusst uns halten sie kaum aus. Es kann sein, dass wir nichts mehr fühlen, unsere intimsten Stellen durch groben und Höhepunkt orientiert Sex taub sind und dass wir erst wieder empfänglich werden müssen für Qualitative Berührung und Begegnung.

 

Berührungen werden oft als zu grob, immer gleich, nicht passend, unachtsam, oberflächlich wahrgenommen und das schafft auf Dauer Distanz zum Partner.

 

 

 

Räume der Entspannung, Stille und Achtsamkeit

 

Mein persönlicher Weg ist, das bewusste Erschaffen von 'Räumen' der absoluten Entspannung, Stille und Achtsamkeit. Nur in diesem ziellosen und mit sich verbundenen Zustand, spüre ich meine 100% Kraft, meine Grenzen und kann über das was geschieht die Führung übernehmen.

 

Mit Führung ist in diesem Sinne nicht Kontrolle gemeint. Hingabe und Empfänglichkeit bedeuten nicht, sich aufgeben zu müssen, sondern in der Hingabe klar und deutlich die Führung zu übernehmen, was im eigenen 'Raum' geschehen soll.

 

Empfangend berühren ~ das Geschenk berühren zu dürfen

 

Wie kannst du nun neue Erfahrungen machen? Wie kannst du diesen Worten nicht nur glauben, sondern Berührungsqualität selber fühlen? Ich habe dir hier eine kleine Übung aufgeschrieben, welche auch in meinem Buch und in meinen Seminaren ein Bestandteil ist. Sie ist einfach.

 

Alles was einfach ist, dich entspannt und dein ganzes System beruhigt, öffnet dich für neue Erfahrungen. Die Qualität wo beide genährt und berührt werden, ist heilsam für beide, Druck fällt weg und ermöglicht nährende Begegnungen. Beobachte Körperempfindungen, deine Gedanken und Gefühle, und komm immer wieder auf die Empfindung in der Berührung zurück.

  

Die gebend empfangende Berührung, was hat sie für eine Qualität?

 

  • sie erforscht
  • sie hat keine Absicht in sich
  • sie kennt keinen Ablauf
  • sie ist nicht angestrengt
  • sie nimmt wahr
  • sie will nichts
  • sie empfängt
  • sie spielt
  • sie empfindet höchste Freude und Genuss am Berühren
  • sie horcht
  • sie nimmt die Seele über die Haut wahr
  • es entsteht eine Zweisprache
  • sie hat ein Anfang und ein Ende

 

Übung - Du für dich

 

  • Lege eine Hand auf eine Körperstelle, die offen ist für Berührung. Das können die Fusssohle sein, dein Oberschenkel, deine Vulva, deine Büste, dein Bauch oder andere Bereiche.
  • Du entspannst dich und lenkst deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung
  • Atme lange aus und wieder ein
  • nimm wahr, wie sich beim Einatmen die Bauchdecke hebt und beim Ausatmen wieder senkt
  • Du lässt bei dieser Übung den Mund leicht geöffnet und das Kiefergelenkt ist entspannt
  • Deine Aufmerksamkeit geht zur Berührungsfläche zwischen deiner Hand und die Körperstelle, die du berührst
  • Lass nun deine Hand vergnügt und spielerisch diese Körperstelle erkunden und berühren
  • Stell dir vor, deine Hand berührt dich aus reinem Vergnügen und sie macht es nur für sich
  • achtsam und neugierig
  • ziellos und leicht

 

Partnerübung

 

Als Partnerübung gilt genau die gleiche Abfolge wie oben beschrieben. Ihr nehmt euch einen Zeitrahmen z.B. 15 Minuten. Ihr macht ab, wer aktiv berührt. Während der Übung, bleibt die Aufmerksamkeit im eigenen Körper und bei der Berührungsstelle zwischen Hand und Körper.

 

Nehmt euch anschliessend 5 Minuten Zeit über eure Empfindungen zu sprechen. Versucht nicht wertend zu sein, sondern mehr eine beschreibende Sprache zu wählen: warm, kalt, kribbelnd, taub, elektrisierend, stechend....

 

Reflektion

 

Schreibe in deinem Tagebuch deine Empfindungen auf. Es macht einen grossen Unterschied eine Erfahrung zu erleben, sie verbal zu verinnerlichen und schriftlich festzuhalten. Oft bekommt eine Übung erst im Nachhinein ihre volle Wirkung.

 

Lass Berührung so einfach werden wie das Atmen. Lass Berührung Nahrung sein für deine Seele. Lass aus der Stille deine unbändige Kraft und Lust am Leben auftauchen. Entdecke deine ureigene Art von Frau sein.

 

 

 

Intim berühren, intim leben und einen intimen Lebensstil führen

 

Die Kunst der intimen Berührung hört nicht beim Thema Berühren auf. Sie lehrt uns, dass wir unserem Kind oberflächlich über den Kopf fahren oder sein Haar wirklich wahrnehmen können. Sie lehrt uns beim Oralsex darauf bedacht sein können, dass unser Partner kommt oder wir können darauf achten, wie jede Liebkosung ein Zucken, mehr Befeuchtung und Entspannung kreiert. Wir können in einer Facebook Gruppe einen schnellen und forschen Kommentar abgeben oder uns in unseren Worten offenbaren. Wir können unserem Kind Geld für den Lunch mitgeben oder ihm liebevoll ein Sandwich oder eine selbstgekochte Mahlzeit mitgeben.

 

Zusammenfassend kann ich durch das Erforschen der Kunst der Intimität sagen, dass die intime Berührung eine Brücke ist, zur langanhaltenden und nährenden Partnerschaft.

 

Wenn dich diese Kunst der intimen Lebenshaltung und Partnerschaftsgestaltung auch so tief fasziniert, wie mich, empfehle ich dir von Herzen, dich dabei unterstützen zu lassen. Es war für mich der einzige Weg langanhaltend, tief und bewusst meine Beziehungen zu gestalten und zu geniessen, ohne dass die Verbundenheit gestört wurde.

 

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In Liebe 

Laura